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Angst
Nun ist es wieder aufgetaucht
so lang war es verschwunden
doch meine Kraft ist aufgebraucht
Körper und Geist - geschunden
Dieses Gefühl zu fallen
hinein in dieses schwarze Loch
wo alle Hilferufe verhallen
immer tiefer – nicht mehr hoch.
War mein Kampf den vergebens
den ich jahrelang ausfocht
sah die Sonnenseite des Lebens
immer auf Heilung gehofft.
Da steh ich nun, weiß nimma weiter
und frage nach den warum
zerbrochen ist die Himmelsleiter
bekomm keine Antwort – alles bleibt stumm.
DEJAVU
Der Augenblick, nur kurz ist er
fast ist die Erinnerung vergessen
wo kommen die bekannten Bilder her
sind sie jetzt oder schon gewesen?
Ist es ein Blick in unsere Seele
eine Erinnerung oder nur ein Gedanke
leitet das Gehirn die Befehle
bin ich Realist, da ich eine Erklärung verlange?
Ist es Übernatürlich oder Wirklichkeit
so kurz auch der Moment nun sei
liegt es im Ermessen der Zeit
so schnell wie es kam – ist’s schon wieder vorbei
Der Gefangene
Gefangen für die Ewigkeit
zu lange gelebt, zum Sterben bereit
da saß er nun in seiner Zelle
trat jahrelang nicht über die Schwelle.
Eingesperrt hinter dicken Mauern
nass, kalt- nur am Boden kauern
gebrochen, für immer chronisch krank
so lebte er in seinem eigenen Gestank
Von der Menschheit schon lange vergessen
nur einmal am Tag bekam er sein Essen
Jahr um Jahr waren nun vergangen
ein lebender Toter wurde gefangen.
„Mein guter Herr, befreie mich endlich“
so betete er zu seinem„Richter“ stündlich
möge er ihn erlösen von seinem Leid
zu lang hatte er gelitten, es wurde Zeit.
Seine Sünde war doch nicht „schlecht“
und auch das Urteil ungerecht
er stahl nur eine Ziege für die Kinder
die Zeiten waren schlecht, bitter der Winter.
Doch keiner hatte ein Erbarmen
und schon gar nicht mit den schmutzigen „Armen“
der Tod ließ sich Zeit, ihn zu verführen
so musste er noch jahrelang elend krepieren.
Der letzte Tanz
Die letzte Nacht ist angebrochen
ein letztes Mal haben wir uns getroffen
nimm mich in den Arm und komm zu mir
der letzte Tanz, der gehört dir.
Eine klare wunderschöne Nacht
ein Sternenhimmel, wie für uns gemacht
komm reich mir deine Hände
unsere Blicke sprechen Bände.
Lass uns noch einmal das Leben spüren
ein letztes Mal will ich dich verführen
im sanften Mondlicht lass uns schweben
noch einmal unsere Gefühle ausleben.
Lass dich treiben, lass dich fallen
ich bin da um dich zu halten
gemeinsam tanzen wir im Takt
verlieren uns im letzten Akt.
Genießen wir diese einzige Macht
die unsere Körper heute erfasst
der Morgen graut, die Nacht geht zu Neige
der Mond ist unser einziger Zeuge.
Noch einmal küss ich deine Hände
die Musik wird leiser, es geht zu Ende
in deinen Augen seh ich den Glanz
vorbei ist unser letzter Tanz.
Der Mord
Sehet ihr die arme Seele
die dort auf dem Boden liegt
sehet nur, wie sehr er sich „quäle“
unter ihm das Blut versiegt.
Starr die Augen, leere Blicke
seine Schreie gellend laut
röchelnd er nun ersticke
niemals mehr die Welt er „schaut“.
Nach dem Schrecken kommt die Stille
war es doch ein Hinterhalt
gebrochen nun der Lebenswille
wird der Körper starr und kalt.
Sehet nur den armen „Hund“
will noch flüstern des Mörders Namen
kommt kein Wort mehr über’n Mund
ist nun endgültig zu spät. Amen.
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