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Das alte Haus

Stille, Dämmerung kriecht übers Land
im Dunkeln bleibt vieles unerkannt.
Mitten von Heckenrosen umgeben
in einem Geflecht von Dornen und Reben
ein steiniges Haus, schwarz maskiert
im Dunklen der Nacht, den Himmel berührt.

Durch ein knarrend großes Tor
betritt man eine andr’e Zeit
man stellt sich geistig alles vor
dort wohnte Liebe, Glück und Leid.

Eine schaurig schöne Halle
große Fenster, bunt und lang
gibt’s, mit wunderschönen Schalle
jeder Schritt, der dröhnt im Gang.

Steile Treppen, enge Stufen
werden dir schnell zum Verhängnis
aus der Tiefe Stimmen rufen
dort war sicher das Gefängnis.

Unterm Dach, eröffnet sich ein großer Saal
mittendrin ein alter Tisch, für das königliche Mahl.
Begleitet von des Mondes Schimmer
betrete ich jetzt ein jedes Zimmer.

Alles erzählt von Liebe und Verrat
jeder Stein seine eigene Geschichte hat.
Gedanken, die die Seelen heilen
ein wunderschöner Ort um zu verweilen.

Doch verschwunden war’s wie von Geisterhand
niemals ich dieses alte Haus wieder fand.


Der Brief

Hoch oben auf den steilen Klippen
stand eine zarte junge Frau
Tränen in den Augen, zitternde Lippen
ihr Schatten verblasste im Mondlicht grau.

Unter ihr die tosenden Wellen
schwarz, aufbäumend, voller Gier
mit ganzer Kraft am Rand zerschellen
beinahe griffen sie schon nach ihr.

Es war gar eine dieser Nächte
wo er ihr nun nach langem schriebe
dass er es endlich zu Ende brächte
zu sagen, sie sei die einzig Liebe.

Noch schnell die letzte klaren Worte
aus seiner Feder - aufs Papier
um dann zu eilen, zu dem Orte
für immer bliebe er dann bei ihr.

Verzweifelt sprang sie in die Tiefe
die Nacht erstickte ihren Schrei
im Tod nach ihrem Liebsten riefe
ein junges Leben aus – vorbei.

So fand er sie nach langer Suche
zerschellt, der Körper trieb im Meer
keine Antwort auf seine Rufe
so sprang er hinter ihr nun her.

Die Träume, sie sind alle "verbrannt"
die er ihr noch vor kurzen schrieb
ein Stück Papier, das ist entflammt
ein einsamer Brief, der übrig blieb.


Der Magier

Vergessen,
dennoch hocherhoben
undurchschaubar
steht er über vielen Dingen
vielmals
um seine Existenz betrogen
trotz gutem Gelingen

Genialer Verstand
getrieben
von Sehnsucht und Einsamkeit
gejagt, gefürchtet und vertrieben
verlacht vom Herzen
und der Wahrheit.

Seine Macht, sein Wissen
trotz Ängste heiß begehrt
seine Gedanken
verrissen
und dennoch wir er hoch
verehrt.

Geboren für diese Welt
wo jeder nur noch Realist
kein Geheimnis mehr zählt
dennoch,
man die Träume vermisst


Der schwarze Reiter

Es gibt da eine alte Sage
die handelt von vergangner’ Tage
gerne will ich euch davon singen
in den Ohren soll sie „klingen“.

Von einem schwarzen Reiter handelt
der über Felder und Fluren wandelt.
Ihm jemals zu entrinnen,
niemals konnte es einem gelingen.

Dunkel ward’s – nichts zu sehn
nicht einen Stern am Himmel stehn.
Nur in den Öfen ein kleines Feuer
erhellte ein wenig die alten Gemäuer.

Furcht und Angst in jedem Eck
Jeder suchte ein Versteck
Schweigen über deren Münder
alle, waren sie doch Sünder.

Den dieses war des Reiters Ziel
ein kaltes, mörderisches Spiel
Er holte sich die schwarzen Seelen
um sie dann ewig zu quälen.

So galoppierte er durch die Nacht
getrieben von der gierig Macht
Sein Hufschlag glich einem Donnergrollen
bereit, einen frischen Sünder zu holen.

War er doch schon verloren
zur Verdammnis auserkoren
Zu hoffen, war ein schneller Tod
vorbei dann sei- das Leid , die Not.

Und hatte der Schwarze Reiter
endlich seine Tat vollbracht
verschwand er in der finstren’ Nacht
Verklungen ward der Hufen Hall
Verschwunden – bis zum nächsten Mal.


Die Kinder der Nacht

Dunkle Nacht, eine Eule schreit
Nebel, Finsternis und Dunkelheit
die Wipfel der Bäume rauschen im Wind
überall Gestalten, so klein und geschwind.

Kinder der Nacht werden sie genannt
ihre Kleidung, so edel und galant
Tödlich schön, die Zähne so scharf
Prinzen und Prinzessinnen des ewigen Schlaf.

Sie leben geschützt, versteckt und geborgen
suchen das Blut in der Nacht bis zum Morgen
fliehen vor jenen, die sie begehren
wollen sich durch den roten Saft vermehren.

Werden gejagt und gehetzt
Pflöcke in ihre Herzen gesetzt
laben sich an dem roten ewigen Mahl
doch finden sie nur Hass und Qual.

Suchen sie Bleibe und suchen sie Leben
sich mit einem Flügelschlag zu erheben
Blut und Tod, für die Ewigkeit entsandt
Kinder der Nacht werden sie genannt.

 

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