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Die Jahre
Vergessen
waren je die Schmerzen
vergessen war die Angst vorm Tod
noch einmal atmen, aus dem Herzen
zu leben, das war ihr Gebot.
Den eisigen Winter überstehn’
den Frühling noch mal riechen
den Klang der Vögel zu verstehn’
die Hoffnung, die war fast gestrichen.
Die Wärme auf der Haut zu spüren
den Duft der Blumen gleich erkennen
den Hund noch mal spazieren führen
die schönsten Plätze zu benennen.
Der Geist war wach, die Augen klar
in einer alten kranken Hülle
sie wusste, der Tod war schon nah
noch einen Jahreskreis, war ihr Wille.
Im Alter lernt man erst zu schätzen
was selbstverständlich in jungen Jahren
viel mehr Ruhe, kein eilen, hetzen
um alles in Erinnerung zu bewahren.
Der
Wunsch
Es trug sich
zu, das eines Nachts
ein Wesen an meinem Bett erschien
erschrocken bin ich aufgewacht
nicht mal zu schrein, kam mir in den Sinn.
Ich saß nur da, ganz stock und steif
und glotze die Gestalt nun an
die lehnte lässig im Nadelstreif
das Lächeln zog mich in seinen Bann.
„Ja hallo Fräulein“ sprach es munter
heut ist dein Glückstag, glaub es mir
deine Tage werden ab sofort bunter
einen Wunsch hast du frei, ich erfülle ihn dir.
Aber überlege sehr genau
sonst landest du noch einen Supergau
denn wenn du erst deinen Wunsch gefunden
gibt es kein zurück - ich bin verschwunden.
Und noch was sollte ich dir sagen
und daran bitte halte dich
der Wunsch muss mit dir zu tun haben
dann erfülle ich ihn dir sicherlich.
Da saß ich nun, grübelte hin und her
der Morgen graute schon in der Ferne
was den für mich so passend wär
am besten ich lebe in der „Wärme“.
Unter den Palmen in Hollywood
als weltweit berühmte Schauspielerin
zu leben in einem riesengroßen Gut
ja, das wäre doch ein Beginn.
Eine Villa auf dem Meer
mit einem großen schmucken Mann
zu leben im südländischen Flair
und ausprobieren was der Kerl alles kann
Oder wünsche ich mir viel Zaster
jede Menge wie Onkel Dagobert
dann zählt nur mehr das High Society Pflaster
dieser Wunsch, wäre auch nicht verkehrt.
Ich heirate einen Mann der versteh’s
wie man verwöhnt die Frau an seiner Seite
so einen wie Carlos Slim oder Bill Gates
und ich ihn dann überall hin begleite.
Doch eigentlich hatte ich nur einen Wunsch bereit
ihn auszusprechen bevor der Morgen beginnt
es waren Liebe, Glück und Gesundheit
für alle, die tief in meinem Herzen verankert sind.
Verdorbene Welt
Wo bin ich den nur hier gelandet
in einer Scheinwelt gestrandet.
zu leben in „kalter“ Gesellschaft
getrieben von Gier und Macht.
Wo das Leben des Andern nicht zählt
man kleine Kinder zu Tode quält
Familien sind nichts mehr wert
Sextourismus heiß begehrt.
Ein jeder strebt nach viel Geld
denn dann auch seine Meinung zählt
und mit ein bisschen Einfluss und Glück
kommt man auch in die Politik
Dort lebt man dann im großen Sumpf
die Meinung ist dann abgestumpft
Ein „Fachtrottel“ auf dem Gebiet
das Ergebnis man bei Bush ja sieht.
Kinder und Frauen zum Krieg verpflichtet
Atomwaffen werden in Massen gezüchtet
und als sei das ganze noch nicht genug
reagiert Egoismus und auch der Betrug.
Länder mit Lebensmittelüberschuss
leben lieber im großen Genuss
vernichten sie eher, statt zu vererben
sollen die Hungernden doch sterben.
Und auch die meisten Reichen
springen lieber über Leichen
gehen leidenschaftlich zu Pferdewetten
anstatt mal ein Armenviertel zu betreten.
Schlammige Seen mit Algen bedeckt
ein jedes Wesen darin qualvoll verreckt
und auch die Bäume braucht man nimma
die sind jetzt Möbel in einem Zimmer.
Schon lange verloren die geistige Kraft
denn solche Leute werden ausgelacht
ein jeder nach Vollkommenheit strebt
dies wird ja in den Medien vorgelebt.
Ich könnt noch so viel dazu sagen
und hätte 1000 neue Fragen
ich hab so eine Wut, die mich quält
auf diese große verdorbene Welt.
Leben
Die Einsamkeit suchen,
Ruhe finden
an einem Ort
ganz alleine;
nur der Fluss
schlängelt sich vorbei
das Wasser
in stetigem Strom
grün
voller Hoffnung
spiegelt es
mein Inneres wieder.
Verbundenheit
mit der Natur
wie durch ein Band.
Das Leben
ruft nach mir,
durchbricht die Ruhe,
will mir sagen,
dass die Zukunft
in meiner Hand liegt,
dass in der Ruhe
die Zuversicht
und der Glaube
an die Oberfläche finden.
Daran erinnern,
dass das Leben kostbar ist.
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