Vorerst möchte gleich einmal betonen, dass man den folgenden Text nicht zu ernst nehmen sollte.
Das sind einfach ein paar Beobachtungen, die ich die letzten Jahre gemacht und pauschalisiert habe. :O)
Wie Einige sicher schon wissen, bin ich ein begeisteter “Reisegeier”.
Ich liebe es, fremde Kulturen und Menschen kennenzulernen.
Dadurch, dass meine Familie einen großen Wohnwagen besitzt, bin ich in den Sommermonaten auf so machen europäschen Campingplätzen anzutreffen.
Dort weile ich dann zwischen Deutsche, Holländer, Dänen, Österreicher, Schweizer, Italiener, Kroaten usw….
Also ein klitzekleiner Punkt unter Massen.
Wahnsenig Spaß macht mir dabei, die verschiedensten Nationen zu beobachten (erforschen) lol…
Sei es nun um mit ihnen ins Gespräch zu kommen (für mich kein Problem, da ich sehr amikal bin), oder aber am Strand hinter der Zeitung stundenlang hervorzugucken, im Waschhaus, an der Rezeption, im Schwimmbad, im Restaurant, auf der Liege oder einfach nur schaukelnd in meiner gemütlichen Hängematte.
So bin ich auch zu den Ergebnis gekommen, dass die beste Reisezeit für einen Hollandtrip eindeutig die Monate Juli + August sein müssten.
Denn dann ist dieses kleine Land im hohen Norden sicherlich “wie ausgestorben”. Also menschenleer.
Der Grund dafür weilt in den südlichen Ländern. 70% eines Campingplatzes sind mit Sicherheit “Rudis”. (So nennen wir Österreicher liebevoll die Holländer wegen Rudi Carrell, grins).
Holländer sind irrsinnig kontaktfreundlich, bestens ausgestattet und trinken für ihr Leben gerne 1,2,3,4 … Bierchen. Lustig bellen sie in einer Sprache die mehr “auuu, ouuu, bouuu” Laute hat durch die Gegend. In Sachen Camping sind sie die wahren Meister. Ich habe noch keine andere Nation erlebt, die so genial ausgestattet ist wie die Rudis. Gleich hinter ihnen kommen die Dänen und Schweden. Diese trinken und feiern zwar auch sehr gerne, sind aber trotzdem eine Spur ruhiger.
Wobei sie im Gegenteil zu den Rudis keine “Lord of the Grills sind”. Raucht und nebelt es furchtbar über einer Campingparzelle, so ist mit 60%iger Sicherheit ein Däne oder Schwede beim Grillen. Lustig auch, mit welchen Genuss sie dann diese Holzkohlestäbchen verspeisen.
Bis vor ein paar Jahren dachte ich immer, meine Landsleute wären auch total redselig. Pustekuchen. Wir sind zwar mit ca. 1% die absolute Minderheit an den Campingplätzen, (gleich hinter den Tschechen lol) aber selbst diese mageren 1% verbarrikatieren sich lieber hinter ihren 4 Wohnwagenwänden. Wenn man Glück hat, dann trifft man einen Wiener. Die reden wenigstens ein bissl was.
Jaja, das ging schon so weit, dass ich mich selber fragte, was ich den unsympathisches an mir hätte. (Hihi, vielleicht bin ich ja wirklich so ein Frl. Rottenmaiertyp, die eine schwarze Aura umgibt).
Campingplätze haben auch so etwas wunderbares Bibelhaftes. Ich nenne es “Die wundersame Vermehrung”. Warum? Ganz einfach.
Gemütlich richtet man sich seine 4 Campingwände ein und freut sich, dass auf der Nachbarsparzelle 2 nette ältere Italiener in einem monstergrossen Wohnmobil geparkt haben.
Freundlich wechselt man ein paar Worte und freut sich diebisch, dass 2 ruhige Rentner nebenan urlauben. Bis, ja bis es ca. 4 Uhr nachmittags wird, und man merkt, dass man die Arschkarte gezogen hat. Nicht falsch verstehen. Ich liebe Italiener. Bin ich doch selber ein Halber.
Aber…. Auf einmal tauchen um ca. 16 Uhr 3-5 Frauen auf und fangen zum Gemüseputzen am Nachbarsplatz an. Geschäftig werden Kochtöpfe von überall aus dem Wohnmobil gezogen und hier und da köchelt es schon.
Um 18 Uhr tauchen auf einmal 5-7 Kinder wie aus dem Nichts auf. Die Wasserleitung des Nachbars wird selbstverständlich gleich mitbenutzt. Um ca. 21 Uhr sind auf einmal 4 Tische zusammengestellt, 16 Italiener aller Altersschichten von Oma bis zum Baby sitzen nebenan und es wird gelacht, gequatscht, gesungen….. Wer Italiener kennt, der weiß genau was ich mit dem Wort Lautstärke meine.
Ja, und dann haben wir noch die Deutschen. Ein überaus gesprächiges Völkchen. Aber sehr penibel. Sauber wird 3-4 Mal am Tag der Platz rund um ihren Campingplatz geputzt und gekehrt. Alle Sachen haben ihren Platz. Schön liegt Gegenstand A neben Gegenstand B. Die heilige Kuh (Auto) mindestens 1x am Tag mit einem Tusch geputzt und wieder abgedeckt um es vor der südlichen Staubschicht zu bewahren. Gerne werden auch riesige Fanfahnen von Bayern oder Schalke04 auf dem Baum vor der Parzelle aufgehängt.
Sieht man durstig aus, drücken sie dir gleich freundlich ein Bierchen in die Hand und erzählen von den diversen Urlauben von 1950 bis 2008. Abends wird man oft zu einem gemütlichen Grillen eingeladen.
Ich muss aber auch zugeben, dass ich jedes Jahr mit unheimlich vielen netten deutschen Camperkollegen ins Gespräch komme, wo sich schon sehr gute Freundschaften entwickelt haben. Lol, schön langsam kann ich die verschiedensten deutschen Dialekte unterscheiden.
Mal gucken, wo es mich nächstes Jahr so hintreibt.



Twitter: serienload
“Ja, und dann haben wir noch die Deutschen. Ein überaus gesprächiges Völkchen. ”
Und das ist auch gut so…
hab auch als kleiner Bursche oftmals gecampet… da war ich aber noch nicht stubenrein (oder vielleicht gerade so) … aber schöne Erinnerungen …
Twitter: bluefo
Zum Thema Campen kann ich nicht viel beitragen. Die einzigen Campingerfahrungen die mich geprägt haben, habe ich in der Armee gemacht. Woran ich mich hier erinnern kann, sind Flöhe, Zecken, Wildschweine, am Fluß waschen, schlechtes Essen und eine Toilette die ich hier nicht näher beschreiben möchte… hehe.. und achja… man hat sogar zu zweit in einem Schlafsack geschlafen. Meine Waffe und ich… lol.
Twitter: nila_73
#Duckundwegflitz
@Sebastian: Ja, mit dem gesprächtig habe ich glaube ich sehr Recht. Hihi, Bursche und stubenrein??!! Gibts das überhaupt?
@Franky: Lach, wir haben einen riesengrossen Wohnwagen mit allen Komfort. Keine Flöhe, Zecken, Wanzen, Sackratten, Wildschweine und so weiter….
Twitter: computergucky
Nila mit Sackratten… kann ich mir garnicht vorstellen…
Nee… im Ernst: ich habe früher gerne Camping gemacht und nicht im Wohnwagen. Aber ein schönes großes Zelt ist schon von Vorteil.
Und Ungeziefer habe ich bis auf Mücken und Fliegen auch nicht groß gesehen.
Auf Campingplätzen gibt es Waschräume mit Duschen und auch mit warmen Wasser !
@Franky
So ist es recht. Schließlich ist das Gewehr die Braut des Soldaten…
Twitter: hombertho
Ja es ist schon immer ein recht gemischter Haufen auf dem Campingplatz. Mich wudert immer nur, dass man Engländer eher weniger sieht und die dann doch mehr so in den Betonfestungen ihre freie Zeit verbringen.
Ich habe ja Ende September auch 2 Wochen Urlaub und da bin ich auch am Überlegen, wo es hin gehen soll. Aber ein Campingplatz wird es sicherlich nicht werden :-D
Ja … so ähnlich is das, liebe Nila
Ich liebe Campingurlaube – es ist alles so … lässig
Amikale (was für ein Wort!) Grüße
Sabine
LOL wie herrlich beobachtet! Auch ich war früher mit meinen Eltern auf diversen Campingplätzen … zuerst mit dem Zelt, später dann mit dem Wohnwagen.
Ach, ich würde so gerne mal wieder …
Twitter: nila_73
Ich persönlich könnte mir kein Zelt vorstellen. Irgendwie brauche ich meinen Komfort 


@Gucky: Ahaa, warst du also auch ein Campingkollege
@Hombertho: Neidfress, lol ich habe schon bei dir im Blog gelesen, dass du mit der Karibik im September “liebäugelst” *Schmacht
@Sabine: Heeeeeeeul, sag mal WARUM nur bist du mir bis jetzt noch nirgends begegnet. Meine Güte, wäre das lustig
@maksi: Oha, noch eine Campingkollegin :verliebt: Ja, kann dich verstehn. Es ist wirklich total schön, wobei ich zugeben muss, dass wir eher nur die 4-Stern Camingplätze ansteuern. Ich will es einfach total sauber und gepflegt haben
Ooooch …
…
Vielleicht sind wir uns auch schon begegnet
Falls du mal eine Jemandin mitten in der Nacht auf dem Weg zu den Sanitäranalagen inne halten siehst, um nach Sternschnuppen zu sehen, und die ist mit einem zu großen, blauundnochwas-karierten Herrenpyjama bekleidet und grau-zerzaust … das ist Meinereiner
Ich kann da nicht mitreden, hab erst einmal in Irland gezeltet. Und gecampt noch nie.
Twitter: nila_73
Ich bin auch so eine “In der Nacht aufs Klo muss” Frau. hihi
@Sabine: Lol, da müssten wir uns aber schon getroffen haben.
Ich gucke da aber meistens amüsiert auf die Wohnwagen und Zelte wenn der eine oder andere Camper soooo laut schnarcht
@Abraxandria: Moah Irland? Die güne Insel. Da will ich auch mal hin. Soll soooo schön sein dort :verliebt:
jaja, was wäre europa ohne klischees. wies im buche steht (=
die nationen zu beobachten ist sehr interessant
manchmal ist man geschockt manchmal angenehm überrascht
ich reise sehr gern das macht mein leben sehr bunt und aufregend
ein echt interessanter artikel
danke dafür
Twitter: nila_73
@Paleica: Lach stimmt. Aber die sache mit den Rudis ist sowas von wahr… *grins :grübel:
@Paul: Stimmt, Reisen ist eine der schönsten Sachen der Welt.
Ja, Camping ist schon was feines und es ist gut so, daß jede Nation so seine Eigenheiten hat. Sonst wäre es ja auch langweilig am Abend auf dem Zeltplatz ;-)
Twitter: nila_73
Lol, also langweilig ist mir bis jetzt wirklich noch nie geworden auf den verschiedensten Campingplätzen
@Nils: Hallo Willkommen
Twitter: ninedragons
Also beim Thema Campen fällt mir immer dieser Urlaub ein, wo unsere dänischen Platznachbarn eines Abends mit einem hoch beladenen Wagen in dem diverse Flaschen klimperten an uns vorbeischaukelten in Richtung ihres Platzes.
Wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurden, denn wenige Minuten später schallte aus vielen Kehlen ein lautes und begeistertes “ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖL!!!” über den Platz.
Nein, die wollten sich nicht einfetten, “Öl” heisst Bier auf dänisch.
Schön war auch immer der erste August, da hörte man immer ganz genau wo auf dem Platz die Schweizer sind, die waren ja sonst eher unauffällig.
Twitter: nila_73
Hihi, was du da so schön beschreibst kommt mir ja sowas von bekannt vor. Ich könnt liegen vor Lachen. Nur, dass bei den Dänen Öl Bier ist, das wußte ich noch nicht
@Andrea: Hallo und Willkommen auf meinem Blog