Ich behaupte jetzt einmal ganz steif:
Jeder von uns hat Lebensabschnittsgefährten.
Nicht zu verwechseln mit den Lebenspartnern oder auch Lebensabschnittspartnern.
Dazu zähle ich aber auch Familie, Eltern, Großeltern….
Ich meine die Menschen, die irgendwann mal zufällig für eine kurze Zeit unser Leben kreuzen.
Sie tauchen aus dem “Nichts” auf und begleiten uns für eine kleine Zeit auf unserem Lebensweg.
Gehen sie, so bleiben doch tiefe Spuren. Denn diese Menschen waren auf irgendeine Art und Weise sehr wichtig für uns. Wir haben sie in unser Herz geschlossen.
Sie prägen unser Leben.
Ohne sie wären wir heute nicht das, was wir geworden sind. Denn diese Lebensabschnittsgefährten waren an der Formung unseres Charakters ein Teil mitverantwortlich.
Sie bleiben ewiger Erinnerung.
Ich könnte auf Anhieb sofort einige dieser Gefährten aufzählen, die auch meinen Lebensweg bestritten hatten und aus jeweils verschiedenen Gründen leider wieder verliesen. Von 3 werde ich erzählen:
Eine davon war Babsi.
Babsi lernte ich in den 3 Jahren die ich eine Klosterschule besuchte kennen und lieben. Sie wurde meine dickste Freundin und wir gingen zusammen durch dick und dünn. Musste eine von uns beiden Nachsitzen, so blieb die Andere auch freiwillig. Zwar waren wir noch sehr Jung (6-9) doch wir pflegten unsere Freundschaft und wussten was wir aneinander hatten. Wir klebten förmlich wie Zwillinge zusammen. Durch sie wurde meine grobe burschikose Art ein bisschen in ein angemessenes Mädchenhaftes Verhalten geleitet. Nach 3 Jahren nahm mich mein Vater von dieser Klosterschule. Wir hatten zwar noch Kontakt, doch mit den Jahren löste er sich ganz auf. Leider.
Nun besuchte ich vor einiger Zeit eine Veranstaltung und traf dort zufällig Babsis Tante. Sie erzählte mir, dass sie Chemie studierte und nun mit ihrer Freundin in einer lesbischen Beziehung glücklich in einer großen Stadt lebte.
Schön zu hören, dass sie glücklich ist. Ich freue mich.
Dann kam Sascha.
Sascha und ich wuchsen zusammen auf. Unsere Eltern waren dick befreundet und wir wohnten nicht weit voneinander. Als Kinder klebten wir förmlich aneinander.
Wenn unsere Familien auf Urlaub fuhren und unsere Eltern noch Nachts zusammen ausgingen, so schlüpften wir beide heimlich unter eine Decke und erzählten uns Geschichten. So vertrieben wir die Angst. Später wurde der Kontakt zwar weniger, aber er riss nie ab.
Sascha macht eine Ausbildung bei der Polizei und ging zur Eliteeinheit Cobra. Ja, und das wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Bei dem Versuch einen Mann in einem Wasserfall zu retten, stürzte er selbst mit ab und ertrank mit 30 Jahren.
Ich denke noch oft an ihn.
Zu Guter Letzt möchte ich noch Elli erwähnen. Ich lernte sie mit ca. 16 Jahren kennen. Wir gingen in die gleiche Klasse. Elli war das, was man auch eine “Wilde Zehe” nennt.
Die Frau war einfach Hammer. Wir beide waren so verschieden wie Tag und Nacht. Wahrscheinlich freundeten wir uns deshalb so dick an. Elli war die erste, die Glitzerleggins trug als sie in den 80iger modern wurden. In 26 cm High Heels und Leggins stiefelte sie in die Schule. Immer in Begleitung mit Männern die doppelt so alt waren. (meist kleiner lol).
Unter der Stunde klärte sie die halbe Klasse durch Zeichnungen auf, wie Sex am besten funktioniert und welche Stellungen der “Burner” wären. Fingernägel die als Waffen durchgehen würden klebten an ihren Fingern. Sie zeigte mir, wie man sich schminkt und sexy kleidet. War ich mal traurig, was sie für mich da.
Eine Zeit lang, war sie mit einem stadtbekannten Goldketten beladenen Zuhälter liiert, der aber bald ins Gefängnis kam und bis heute noch einsitzt.
Sie machten den Führerschein, lachte sich einen Manager an, lies sich von dem ein Auto kaufen und verschwand auf mir nix dir nix damit in die Schweiz. Dort arbeitete sie in einem Nobelsexklub, lernte einen Spielzeugfabrikanten kennen und heiratete ihn. Mit ihm jettete sie durch die halbe Welt. Später lies sie sich scheiden, gründete eine Begleitagentur auf hohem Niveau, kaufte sich Wohnungen in Rom, Rimini, Deutschland, Österreich und Monaco und war für lange Zeit verschwunden. Durch ihren Vater erfuhr ich, dass es ihr sehr gut ging. Einmal traf ich sie nur kurz. Sie war genauso nett und lieb wie eh und je.
Manchmal fehlt sie mir.
So gut wir uns mit unseren Lebendabschnittsgefährten auch verstehen. Aus irgendeinem Grund verlassen sie uns wieder.
Sei es nun, dass sie von hier auf jetzt auf unserem Leben verschwinden, sterben, oder auch in ein anderes Land auswandern.
Oder sie lassen den Kontakt schön langsam abschwächen sodass wir selber nach einiger Zeit den Kampf um diese Freundschaft aufgeben, und sie ihren Weg gehen lassen.
Vielleicht ist es auch Bestimmung. Damit wir uns weiterentwickeln können.
Doch vergessen werden wir sie nie.
“Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.”
Albert Schweitzer





Twitter: Maksimal2
In vielerlei Hinsicht
sprichstschreibst du mir aus dem Herzen. Auch ich habe solche Lebensabschnittsgefährten. Manche habe ich gerne ziehen lassen, manchen trauere ich noch heute hinterher und bei manchen wundere ich mich, wieso sie nicht zu ihrem damaligen von jetzt auf gleich verschwinden stehen, sondern noch heute so tun, als sei das nicht beabsichtigt gewesen (das Gegenteil wurde aber bereits bewiesen). Ich ärgere mich nicht mehr oder trauere auch nichts mehr hinterher (außer einer) … ich genieße lieber das Jetzt und freue mich an den momentanen Lebensabschnittsgefährten :-)Twitter: schwesterf
Toll geschrieben und so war. Echt schön. Ich hatte auch einige tolle Lebensabschnittsgefährten einige sind gestorben, einige Leben noch und ich vermisse sie. Echt viel Wahrheit.
Also wie du schon am Anfang gesagt hast, hat jeder Lebensabschnittgefährten und manchen trauert man hinterher und versteht nich warum nur man selbst versucht hat den Kontakt aufrecht zu erhalten. Ich frag mich ob es auch jemandem so bei mir ging.
Ich finde das ist ein schöner Post der zumindest mich in Gedanken an die Vergangenheit schweifen lässt. Leider funktioniert das Gedächtnis so, dass man sich eher an die schlechten Dinge erinnern kann.
@ nila
Deine Geschichte über Elli klingt ja sehr abenteuerlich. Ist das echt alles so passiert?
Twitter: Schlumpfen_Papa
Toller Text und auch gut geschrieben. Auch ich hatte mal solche Lebensabschnittsgefährten :) doch heute sag ich mir, Im Leben ist es ein kommen und ein gehen.
Früher oder später sieht man sich eh wieder, also versuch ich bei einem Verlust das ganze positiv zu sehen.
Du hast eigentlich alles schon gesagt liebe Nila
Egal, wie lange diese Lebensabschnittsgefährten an unserer Seite sind, sie hinterlassen Spuren und danach ist’s nie mehr so, wie’s früher war, jeder Mensch bringt auch Erfahrungen für die Mitmenschen mit sich, gute wie schlechte…
Auch wir, und das ist schon eine gewisse Verantwortung, finde ich.
Liebe Griassle, Eveline
Twitter: nila_73
Auf sowas kann ich wie du auch schon so schön sagst verzichten.
Ja, es gibt kurze Momente da fehlen einem diese Menschen. 
Du hast schon Recht. ab und zu habe ich mich selber gefragt, warum ich den Kontakt nicht aufrecht erhalten habe. Aber was soll man Aufrecht erhalten, wenn man kämpft und merkt, dass der Andere ziehen will
Grins, die Geschichte mt Elli ist noch viel abenteuerlicher. Da habe ich schon 70% weggelassen. Die Frau war Hammer. fing was mit einem unserer Lehrer an. Wo auch ich profetierte (Note) außerdem auch noch mit dem Papa einer Schulkollegin von uns. Und und Und….. 

@Marksi: So einen armseelige Schleimscheisser kenne ich auch. Der einfach verschwunden ist, nach einiger Zeit wieder aufgetaucht uns nun so tut, als sei das nie beabsichtigt gewesen. Und außerdem ist er der Ärmste
@Frauke: Herzlich Willkommen
@Jessi: Herzlich Willkommen
@PapaSchlumpf: Vielleicht ist es ja auch Bestimmung, dass genau diese Menschen uns für eine Weile sehr gut tun. Keine Ahnung – weir weiß das schon
@Eveline: Muss ich dir ganz Recht geben. Ich hoffe ich habe selber bei dem einen oder anderen Gefährten positive Spuren hinterlassen
Twitter: crazytoast
Irgendwie sind doch alle Menschen in unserem Leben Lebensabschnittsgefährten, egal wie lange dieser Lebensabschnitt währt. Es gibt ja selten jemanden, der von Geburt bis Tod bei uns ist…
Twitter: hombertho
Von Geburt zum Tod sind eigentlich immer nur wir selbst die ständigen Begleiter. Ansonsten ist es ein kommen und gehen. Irgendwie schon traurig, aber alles hat irgendwie ein Ende und manchmal kann man sich überhaupt nicht erklären, wieso man sich so auseinanderleben kann. Und manchmal trennt einen der Tod. Ein Kumpel von mir ist damals auch mit 18 bei einem Autounfall ums leben gekommen.
Twitter: Fr_Erdbeere
Schöner Artikel Nila, wenn auch an einigen Stellen traurig, aber das gehört zum Leben dazu.
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Zwei meiner Kinderfreundinnen sind mir erhalten geblieben, die ein davon treffe ich morgen. Und wenn wir zu dritt sind, was selten vor kommt, ist es noch wie vor Jharzehnten. Zoff und Stunk, kicher…
Allerdings vermisse ich auch eine Person, die liebe Geli, die damals fortgezogen ist, seit dem haben wir uns leider nie mehr wiedergesehen, schnüff.
Ja auch ich hatte einen LAG. Und sage auch, das ich einige gerne habe ziehen lassen und auch anderen etwas sauer war als sie mich verließen. Aber jetzt habe ich ihn gefunden und seit 10 Jahren ist er bei mir.
Twitter: monisim
Liebe Nila, heute möcht ich mal nicht mehr still lesen, denn du hast mich an einige Leute erinnert. Ja, manche Leute kennt man nur kurze Zeit und sie verändern einen.
Ich kannte jemanden mal lange Jahre und wir waren in vielen verschieden, aber auch wirklich trotzdem waren wir relativ dick befreundet , nach vielen Jahren entwickelt man sich auseinander…
Das ging mir mit einigen Leuten so, kurze Zeit relativ eng, dann auf einmal… Kontakt verdunstete, allgemein von der anderen Seite, selten von mir aus. Auch gut.
Man lernt davon, sie waren da, um uns etwas zu zeigen, danach ists vorbei, auch gut.
An solche Leute denkt man mit meist sehr positiven Gedanken über die Jahre. “Meist”, weil einige bei mir einen eher schalen Abgang hatten nach dem Lernen.
Ich könnt noch viel dazu sagen… aber ich will hier keine Romane schreiben…
Herzliche Grüße aus dem nördlichen Norden!!
Monika
wow, du hast ja schon menschen getroffen. das ist ein wirklich schöner post. eine ganz wunderbare idee. das mit sascha ist wirklich tragisch und tut mir sehr leid.
ich hab hier vor allem eine person – mein ‘schäfchen’. hachseufz. ich vermisse sie und weiß es geht ihr nicht gut, aber sie ist nicht dazu zu bewegen sich bei mir zu melden, auf anrufe zu reagieren, auf mails zu antworten… )=
Twitter: OutBexX
Wie Recht der Albert doch hat…
Vor einigen Jahren schrieb ich einen Text über Freundschaft…
Wie wichtig und einzigartig sie ist…
Dass sie eines Tages enden würde… daran dachte ich nie.
Man sagte mir damals, wie “reif” ich doch sei für mein Alter.
Wie “tiefgründig” dieser Text doch sei.
Aber ich schrieb kein Wort davon, dass eine so wichtige Beziehung auch enden könnte.
Sie enden. Ja. Es ist egal, weshalb sie enden. Ob man selbst es ist, der sie abbricht.
Ob man sich schlichtweg “auseinanderlebt”, ob jemand stirbt, ob der andere einfach andere Interessen und Freunde findet… Es ist irgendwann aus.
Und es tut weh.
Die Kunst ist es, es wie der Albert zu empfinden.
Den Schmerz zu vergessen, zu überwinden und irgendwann einfach wirklich nur noch mit einem Lächeln auf die Vergangenheit zu blicken.
Vielen Dank für den Text.
Und vielen Dank an den lieben kleinen Vogel, der mir den Link hierher zwitscherte. :)
Liebe Grüße
BexX
Twitter: nila_73


Schön zu lesen!
Schön, mal auch eine stille Leserin kennen zu lernen
Du sagst es! Ich bin auch gewachsen mit der Zeit. Früher war ich total Herzensmensch. Dadurch ging mir so mancher Abgang viel zu Nahe und ich leidete sehr. Mittlerweilen weiß ich, dass ich auch durch einige Gefährten ausgenuzt wurde, und deshalb verhalte ich mich heute in manchen Situationen ganz anders. Heute bin ich der Meinung, dass manche Lebensabschnittsgefährten einfach Bestimmung für mich waren 

Ja, stimmt. Das Ende (egal warum auch immer) kann schon sehr weh tun und eine tiefe Narbe hinterlassen. Manche davon heilen, doch ab und zu wenn wir an diese Person denken platzen sie wieder unerwartet auf
Doch dann sehen wir meist die guten Seiten des Gefährten und kännen über so manche Erinnerung lächeln.
@Crazy: Naja im Grunde hast du schon Recht. Aber Leute wie Familie oder Partner zähle ich dann schon eher zu den Lebensabschnittspartnern. Denn mit diesen bist du “intensiv” umgeben. Außerdem könnten theoretisch die Eltern sehr wohl von der Geburt bis zum (hoffen wir mal nicht) Tod begleiten. Ich meinte eigentlich die Menschen, die wie aus dem Nichts auftauchen und nach einiger Zeit aus welchem Grunde auch immer verschwinden
@Thomas: Ich behaupte mal, der Tod ist sowieso das Schlimmte. So wie du es von deinem kumpel beschreibst. Das ist ein sehr tiefer Einschnitt.
@Erdbeere: Mit meiner bsten Freundin habe ich schon mit 9 Jahren die Schulbank gedrückt. Lol, und wir sind noch immer ganz dicke. Nicht mehr sooo intensiv wie früher, aber wir sehen uns sicherlich ein paar mal im Monat. Oder wir machen einen gemeinsamen Weiberurlaub
@brunohs: Oh, schon 10 Jahre?! Dann kann man ja schon locker von einem Lebensabschnittspartner reden.
@Monika: Hallo und Willkommen
@Paleica: Ohjee, das tut mir aber leid, wenn ich das von deinem “Schächen” lese. Ja, manchmal muss man ein bißchen loslassen. Seufz, wenn es nur nicht so schwer wäre
@Bexx: Hallo und Winks
Schön, dass mein Vöglein angekommen ist
Twitter: lifeaintperfect
Sehr schöner Beitrag :) vor allem musste ich unwillkürlich daran denken, wer diese Personen bei mir waren… Aber ohne sie wäre das Leben ja auch langweilig verlaufen. :)
Manchmal habe ich die Hoffnung auch, eine von den vergangenen Personen, die meinen Lebensweg kreuzten und wieder gingen, auf meinen Blog stoßen und sich an mich erinnern, was leider ein schweres Unterfangen wird. Schließlich ändern sich charakterzüge und man ist quasi nicht wiederzuerkennen – auch am Schreibstil.
Ach naja, genug “gelabert”
Schönen Tag noch und danke für diesen Beitrag! :)
Twitter: bluefo
für Dich und LG in die Berge…
Hast Du sehr schön geschrieben… und ist wie immer soooo wahr.
Es ist wirklich erstaunlich, wie viele verschiedene Persönlichkeiten man so kennen lernt. Richtige Freunde hatte ich jedoch nur wenige…. Ich habe mich letztendlich entschieden, meine Kraft nur noch für die wenigen sogenannten Lebensabschnittspartner zu verwenden. Leider leben wir in einer Welt von Lügnern, Suckern und Betrügern… und für die will ich keine Zeit mehr verschwenden.
Liebe Nila, das ist ein wunderschöner Beitrag. Ja ich glaube auch an “Lebensabschnittsgefährten”, manche Freundschaft “passt” vielleicht irgendwann nicht mehr und jeder geht seine Wege, ohne dass das mit schlechten Gefühlen oder Streit sein muss. Und manche Freundschaften halten ein Leben lang auch wenn man sich nicht täglich sieht und hört… Liebe Grüsse Andrea
p.s. ich hatte mal aus einem Buch zitiert, da ging es um Seelenfreunde, wenn Du magst: http://andrea2007.wordpress.com/2008/06/04/seelenfreunde-und-loslassen/
Liebe Nila,
das hast du so schön geschrieben. *schnüff* Echt klasse.
Ich kenne auch solche Lebensabschnittsgefährten, die plötzlich da waren und auf unterschiedliche Weise wieder verschwanden. An manche von ihnen denke ich auch oft und frage mich, wie es ihnen geht. Und was wäre gewesen wenn… aber wir entwickeln uns ja immer weiter und manchmal auch in verschiedene Richtungen. Vielleicht ist es gut so, wie es ist.
Liebe Grüße,
Martina
Hallo Nila,
selbst wenn man sich irgendwann aus den Augen verliert, bleiben immer Erinnerungen zurück.
Ich meine, es hat immer einen Grund warum man sich kennenlernt, auch wenn man sich vielleicht nie wieder sieht. Ich habe einen alten Freund, den ich 10 Jahre nicht gesehen hatte. Ich war in der Stadt unterwegs und da sehe ich ihn in einem Laden stehen. Wir haben uns unterhalten als hätten wir uns gestern erst getroffen. Zu viel verbindet uns von früher. Warum wir uns aus den Augen verloren haben, weiß ich nicht. Jeder hat einen anderen Weg eingeschlagen. Trotzdem haben wir diese alte Vertrautheit aus der Jungendzeit nie verloren.
Er war kein Lover, sondern einfach nur ein Freund aus der Teeniezeit. Da soll mal einer sagen, Mann und Frau können keine reine Freundschaft haben.
LG
Twitter: Statetrooper
Ja diese Gefährten sind ungemein wichtig für uns. Sie verblassen zwar mit der Zeit, aber trotzdem sind sie ein Leben lang ein Teil von uns.
Manchmal trennen wir uns aber auch von ihnen um uns selbst weiter zu entwickeln. Das tut beiden Seiten weh ist aber manchmal nicht zu ändern.
Ich sage immer: Alles hat seine Zeit und wenn sie vorüber ist sollte man nicht in Wehmut zurück blicken sondern das Positive versuchen darin zu sehen. Nichts desto Trotz hasse ich Trennungen und kann sie nur sehr schwer verarbeiten. Das liegt wohl in meiner Kindheit begraben.
Twitter: Schaps
Sehr interessante Geschichten! AUf Anhieb fallen mir auch ein Paar Leute ein. Aber was deine Geschichten ausmacht, ist, dass du ja wirklich keine Möglichkeit hattest wirklich in Kontakt zu treten. Heutzutage ist sowas ja meistens echt einfach, mit den ganzen Sozialen Netzwerken…auch irgendwie schade…
Schön geschrieben. Auch wenn ich das Glück habe, mit vielen meiner Kindergartenfreunde immer noch befreundet zu sein, blieben doch einige Bekanntschaften auf der Strecke. Manche von denen sehe ich hin und wieder auf irgendwelchen Partys und habe wieder Spaß wie früher.
Schade eigentlich. Andererseits müsste meine Woche 30 Tage haben, wollte ich alle jemals geführten Freundschaften auf dem damaligen Level aufrechterhalten.
Gruß
Fulano
Twitter: nila_73

Itgendwie ist das ein verzwicktes Thema



@Anja: Hmm, auf meinem Blog ist noch keiner so richtig gestossen. Auf Facebook wurde ich mal gefunden. Leider von den Falschen, was in einem totalen Stalking ausartete, sodaß ich mich dort löschen lassen musste.
@Franky: Schade, wann ich lese, dass du nicht viele Freunde gefunden hast bis jetzt. Denn ich habe dich über Blog/Twitter als einen sehr offenen und lustigen Menschen kennengelernt.
@andrea2007: Uii, ich werde mich sofort in deinen Beitrag reinlesen
@Mamü: Das kenne ich auch. Oft erinnere ich mich durch irgend eine Geste an einen Gefährten und muss willkürlich an ihn denken. Vergessen werde ich sie nie
@Frau Wolkenlos: Lach, deine Geschichte kommt mir so bekannt vor. Ich traf auch eine gute Freundin aus meiner Schulzeit in der Weihnachtszeit bei IKEA. Es war sofort die alte Vertrautheit wieder da und wir verbrachten dann den ganzen NAchmittag im Ikea-Restaurant
@Mark: Ich weiss, man soll nicht mit Wehmut zurückdenken, Aber ich bin leider so ein herzschmerzmensch und dadurch ist bei mir immer ein bißchen Wehmut dabei
@Schaps: Mit einigen bin ich durch Skype wieder in Kontakt. Aber leider sind wieder andere für immer im Nirvana verschwunden
@FulanosWorte: Echt? Mit vielen Kindergartenfreunden bist du noch in Kontakt? Vom Kindergarten hat bei mir keine einzige Freundschaft mehr überlebt
Twitter: Lebefrau
im moment bin ich auf gew. ehem. lebensabschnittsgefährten nicht gut zu sprechen. aber ja, sie kommen und gehen… eben einen gewissen lebensabschnitt lang….
aber vielleicht ist das auch gut so…
Twitter: Andreas_Welt
ach ja, die ehemaligen gefährten … schöne und auch traurige erlebnisse, von denen du berichtest. aus meiner kindheit habe ich nur noch ganz lockerer kontakte, eben meist über wkw oder stayfriends. aber gerade habe ich wieder zwei kontakte aus den letzteren jahren aufleben lassen. und das tut gut.
Twitter: brokenspirits
)
Lebensabschnittsgefährten habe ich nicht. Eher Lebenszeilengefährten oder Lebenssatzzeichengefährten. Bei letzteren vorzugsweise das hier “-” (steht für “Subtrahier dich”
Twitter: Cmdr_b0b
Hach Nila, bisher wusste ich nicht so recht, was ich dazu schreiben sollte. Aber gerade nun, kann ich es voll und ganz nachvollziehen. Hast schon recht mit dem, was Du da schreibst. Sie kommen, sie gehen. Aber einen Platz in unserem Herzen werden sie immer behalten.
Twitter: gregma
Hm, jetzt schaffst du es mich melancholisch werden zu lassen… *in Gedanken versink*
Da Schlusszitat ist ein schönes…
Ein schöner, nachdenklich stimmender Text, liebe Nila
Ja, du hast Recht. Immer wieder gibt es Menschen, die dich ein Stück des Weges begleiten, um irgendwann einen anderen einzuschlagen. Manchmal geht es still vonstatten, man entfernt sich allmählich … und manchmal wirds schwierig.
Das erlebe ich zur Zeit. Seit 15 Jahren kenne ich die Frau, wir haben Kinder, die denselben Kindergarten, dieselbe Schule besuchten. Wir sind durch einige Erlebnisse miteinander verbunden – haben uns jedoch in unseren Pesönlichkeiten immer weiter auseinander entwickelt. Anfangs will man es nicht wahr haben; aber wenn das Gefühl der Verpflichtung überhand nimmt, wird die Sache unbefriedigend.
Danke für den Gedankenstupser

Sabine
Ein sehr gelungener Artikel gefällt mir!
Danke für diesen Artikel
Ich habe habe viele Freude und ein Teil davon sind Lebenspartner.
Man verbringt Zeit miteinander auch wenn es manchmal auch schwierig ist,
aber ich bin froh, dass ich Freunde habe.
Aber ich habe auch eine ganz liebe Familie, die immer da ist wenn ich sie brauche
LG Gertrude
Twitter: nila_73





@Pssst: Hmm, ich glaube irgendwie, dass diese Gefährten sowas wie Bestimmung sind. Das musste einfach sein, dass sie unseren Weg kreuzen
@Andrea: Schön zu lesen, dass du auch wieder Kontakte findest und aufleben lässt. Ich bin momentan eher sehr faul. Das ist bei mir phasenweise.
@BrokenSpirits: Grins, dann achte ja schön auf deine Zeilengefährten. Lustiges Wort übrigens
@Cmdr.Bob: Hallo. Ja leider kommen und gehen sie. Aber sie gegen ihren willen festzuhalten, ist auch irgendwie nicht Sinn der Sache.
@Marc: Raaaaaaaaaaus aus dem Trübsal und der Melancholie
@Sabine: Genau an so einer Frau wie du sie beschreibst, habe ich nun auch zu Knabbern. Aber wir haben uns auch zuviel auseinander gelebt. Einfach andere Interessen eingeschlagen. Doch werde ich sie immer in liebevoller Erinnerung behalten
@Gertrude:Ich muss dir beipflichten. Freunde und Familie sind sehr wichtig. Eine große Lebensstütze
Twitter: Cmdr_b0b
Nein auf keinen Fall Nila. Und in meinem Fall habe ich ja eher dafür gesorgt, dass sie geht. Einfach weil es manchmal grad für die Menschen die man liebt besser ist, endlich ihren eigenen Weg zu gehen. Egal was man selbst will.
Twitter: nila_73
Ganz liebe Grüsse
@Cmdr.b0b:Ganz ehrlich. Ich verneige mich vor dir. So selbslos denken ist eine Sache. So selbstlos handeln eine andere.
ja, loslassen ist iregndwie das wort des 21. jahrhunderts kommt mir vor. aber ich bin soooo schlecht darin )))=
Twitter: nila_73
@Paleica: Oh, da könnten wir uns beide die Hand geben. Ich lass auch nicht gerne los. Das ist ein Prozess an dem ich noch viel zu lernen habe. Schön langsam aber gelingt es mir aber…
wirklich? na dann besteht ja noch hoffnung. das ist wirklich ein problem für mich. auch zu akzeptieren, dass man nicht alles planen kann, schon gar nicht, wenn andere leute im spiel sind. dass man nie ankommt, weil man immer unterwegs ist. ach herrje. soviele dinge, mit denen zurechtkommen gar nicht so leicht ist…