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Allgemein/Aktuelles Menschen

Jagdtrieb der Grabscher

Ich bin sauer!
Richtig stinkig.

Als Mensch -> Als Person -> Als Frau -> Als Mama

Ich weiß, dass ich heute ein sehr „delikates“ Thema anschneide. Mich sozusagen auf dünnen Eis bewege. Und trotzdem – es muss einfach raus.

Ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch. Neugierig auf andere Menschen und Kulturen. Wissbegierig und interessiert, wie und wo die verschiedensten Personen leben.
Und vor allem.
Total unvoreingenommen. Gerne bilde ich mir selber eine eigene Meinung bzw. ein persönliches Bild, bevor ich auf das Geschwätz Anderer höre.
Ich bin bei weiten kein „Gutmensch“ sondern habe Respekt anderer Menschen gegenüber.  Manchmal gepaart mit sehr viel Mitleid.
So wie den Flüchtlingen aus dem letzten Jahr gegenüber.

Und dann kommt der Punkt, wo man seine festgesetzte Meinung revidiert und Zorn in einem wächst.

Ich bin Mutter von 3 Mädels im Alter von 21, 19 und 16 Jahren.
Nicht immer leicht, aber auch sehr interessant, abwechslungsreich und ja-> auch lustig.

Seit einigen Wochen höre ich leider von meiner „Großen“ immer die gleiche Klage.
Sie kann in unserer Stadt nicht mehr fortgehen.
Besonders im nostalgischen Altstadtviertel. Egal wie sie gekleidet ist, sie wird von jungen ausländischen Burschen angepöbelt bzw. sexistisch „angegraben“. Dies geht so weit, dass man ihr von hinten zwischen die Beine greift bzw. auf den Popo grapscht. Continue Reading

Lifestyle Menschen

Buckeln vor den Titeln

Es ist spät.
Nicht so spät, dass draußen schon Finsternis herrscht.
Und doch -> der regenreiche Mittwoch neigt sich zu Ende und gegenüber meiner Arbeitsstelle schlägt die barocke Kirchturmuhr dumpfe fünf Schläge.
Zeit um meine sieben Sachen zusammenzupacken, die Türen abzuschließen und endlich in den wohlverdienten Feierabend zu starten.
Wenn, ja wenn da nicht der kleine Alexander Rotz und Wasser heulend in der Gardarobe sitzen und als einziges letztes Kind auf seine Eltern warten würde.
So wie fast jeden Tag, wird der kleine Kerl immer erst nach KITA Schluss abgeholt.

Heute muss ich die Eltern darauf ansprechen, mir endlich den Zettel, der schon vor einer Woche ausgefüllt abgegeben hätte werden müssen in mein Büro zu legen.
Und da kommt auch schon der dazugehörige Papa.
Eine Männerparfümwelle hüllt den werten blank geputzten Herren ein. Nicht gerade begeistert, ja fast schon ein bisschen snobhaft gibt er mir einen halb ausgefüllten Zettel in die Hand und meint, dass ich den Rest wohl selber ausfüllen könnte.
Und während sich der kleine Alexander seine Schuhe anzieht, schielt der Herr Papa durch seine Designerbrille auf meinen flotten Kugelschreiber, mit dem ich den Rest des Papiers ausfülle.
Bis
Ja bis ich -> UM GOTTES WILLEN
Vor dem Namen den
DIPL-ING.
Vergessen hatte.

Danach kam eine Zurechtweisung in höchster Stufe.
Lehrhaft und sicherlich zehn Stufen von oben herab. Continue Reading

Allgemein/Aktuelles Lifestyle Menschen

Freche Früchtchen

Wir schreiben einen x-beliebigen Wochentag im schönen Monat März 2017.

Ich stehe mit meinen Kolleginnen auf der großen Spielwiese der KITA und genieße die ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne.
Eigentlich wäre es ein perfekter Tag

Wenn

Ja wenn nicht Prinz Harry (so nenne ich einen kleinen Jungen wegen seiner feuerroten Haare) in einem Anfall von geballter Wut laut schreiend einem anderen Kind einen kleinen Stein auf den Kopf warf und aus Leibeskräften „Fick deine Mutter du Sau“ geschrien hätte.
Zuerst kam die Schockstarre
Dann die Sprachlosigkeit
Danach der Gedankenblitz -> wie zur Hölle soll ich jetzt da drauf reagieren?
Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass das Kind durch den Stein keine Verletzung davontrug und ihm mit einen Kühlbeutel in die Obhut meiner Kollegin gab, widmete ich mich Prinz Harry.
Dieser kleine Kerl fand noch immer, dass er im Recht handelte.
Und als ich ihn fragte, warum er solche Ausdrücke verwendet, da wir Kollegen ja auch nicht so hässlich miteinander sprechen, kam ein Grinsen, ein Kopfschütteln und ein -> „ist mir doch egal“.

Respektlosigkeit
Diesen Begriff verwenden meine Kolleginnen und ich schon fast jeden Tag. Die Kinder werden leider immer respektloser den Erwachsenen aber auch sich selber gegenüber. Continue Reading

Allgemein/Aktuelles Lifestyle

Wühlmaus Ahoi

„WO BLUMEN BLÜHEN, LÄCHELT DIE WELT“                                                           

Ich liebe die Natur.
Und ich liebe Gärten.

Nicht diese Neumodischen, die sich durch einen hochmodernen 2 cm Schnitt-Rasen ohne Unkraut auszeichnen. Deren Abgrenzung eine zwei Meter Thujenhecke ist und die vier Sträucher, die darin leben dürfen, genau geplant worden sind. Ein paar große runde Steine in einer Kieselsteinumgrenzung sitzen und damit jedes Bienchen darin verhungern lassen.

Am liebsten mag ich Gärten mit Seele.
Damit meine ich so eine Art „verwunschener Garten“.
Wo schon Generationen darin gelebt, geliebt und gelitten haben.
Ein bisschen verwildert und doch gepflegt. Mit alten Bäumen und vielen alten Rosensorten, Kräutern, vergilbten Schmiedeisen-Zäunen, Steinsitzbänken aus anno 1800 und uralten kleinen Statuen, die man nicht gleich auf den ersten  Blick erkennt. Vielleicht noch das sanfte  Plätschern eines Springbrunnens.

Dies findet man natürlich nicht an jeder Ecke. Diese Schätze leben meist im Verborgenen. Nur durch Zufall sichtbar.
Bei meiner Irland-Reise vor zwei Jahren, da fand ich genau so einen Garten.
Wir spazierten „mir nichts-dir nichts“ durch die grüne Hügellandschaft, zwischen Schafherden zu einem alten Wald. Genau neben diesem Wald befand sich ein altes aber gepflegtes Steinhäuschen. Hinter dem Zaun des Häuschens offenbarte sich uns ein Eldorado. So  müsste das Paradies aussehen.
Genau so ein Garten, wie ich ihn oben beschrieben habe.
An jeder Ecke vermutete man einen kleinen Troll oder eine Blumenfee.
Ich war bis über beide Ohren verliebt. Continue Reading

Gedichte Humor

Der depressive Hühnerstall

Im meinem Garten, hinten im Eck
Da steht ein Hühnerstall, versteckt
Darin wohnen sieben Hennen
Kann sie alle namhaft nennen.

Berta, Mimi, Liesl, Gerti, Ruth
Trudi, Susi -> so heißt die Brut.
Alle bunt, in vielen Farben
Eifrig,  um die Wette schaben.

Das klingt- erstmal wundervoll
Sieben Hühner, Bio ->  toll
Doch Eier such‘ ich schon seit Tagen
Keine Henne will sich plagen.

Ja, Sakradi und Sappalott!!!
Legt Eier, sonst geht’s zum Schafott
Tja, das haben sie davon
Jetzt gibt’s ne‘ Intervention. Continue Reading

Lifestyle Menschen

Plattfuß mit Möpsen

Ein Mädchen sollte zwei Sachen sein
Elegant und Fabulös
Coco Chanel

Mit diesem Spruch, hat diese grandiose Frau wiedermal den Nagel auf den Kopf getroffen. Ok, Eleganz ist in meinem Job als KITA-Tante nicht wirklich  gefragt.

Aber „Fabulös“, das versuche ich zumindest jeden Tag zu sein. Wobei, es mir meist immer nur ein paar Stunden gelingt. Die andere Zeit kommt mein innerliches schwarzes ICH noch viel zu oft zum Vorschein.

Aber nun zu meinem eigentlichen Anliegen.
Ich würde mich als eine modische Problemfrau beschreiben.
Nicht, dass ich nicht wüsste,  wie ich mich kleiden möchte. Doch meine Figur bzw. mein Körperbau macht mir bei jeder Shoppingtour einen absoluten Strich durch die Rechnung.
Und darum verliere ich auch immer öfters den Spaß und die Freude daran.

Meist marschiere ich, mit dem Vorhaben mir ein bis zwei Hosen, Jacke oder auch Schuhe zu kaufen los, habe zwischendurch in der Umkleidekabine meinen persönlichen Schreikrampf und komme ohne  neu erworbene Stück,  jungfräulich wieder nach Hause.
Frage:
Warum haben diese wunderbaren Ü40 / Ü50 Fashion Bloggerinnen so absolut keine Probleme mit ihrer Figur? Denen scheint einfach alles zu passen. Als ob sie mit einem goldenen Fashionhändchen geboren wurden, sehen viele auf ihren geposteten Bildern einfach nur grandios aus.
(Ich habe mich die letzten Wochen von einem Fashion-Blog zum Anderen geklickt. Immer auf der Suche nach dem absoluten Tipp für meine Figur.)

Oder meine Idole aus „Sex and the City“. Absolute Vorbilder und der Knaller in Sachen Mode.
Und ich?
Ich blöke als schwarzes Schaf einsam auf meiner kleinen Wiese. Continue Reading

Lifestyle Menschen

Die Sache mit den Jahresringen

Liebe ü40 Leidensgenossinnen und Genossen
Kennt ihr das auch?

Man sitzt mit seinen besten Freundinnen gemütlich in einem angesagten Restaurant und freut sich darauf, was der angebrochen Abend noch alles bringen wird.
Besonderes Augenmerk wird auf den kulinarischen Genuss gelegt. Was wird, oder besser gesagt, was darf es wohl heute sein?
Voller Vorfreude schlägt man die Speisekarte auf.

Und sieht……-> Alles irgendwie verschwommen.

Genervt wird die Brille für Kurzsichtige abgesetzt, die Speisekarte nahe an das Gesicht gehalten und danach wie ein blindes Huhn Punkt für Punkt die Speisekarte abgearbeitet.
Nachdem man endlich sein kulinarisches Meisterwerk entziffert hat, guckt man zu seinen Freundinnen und erkennt Zwei davon hinter einer dicken modischen Lesebrille während die Dritte der illustren Runde die Karte einen gefühlten Kilometer weit weg vom Gesicht hält.
Hysterische Kicherei entflammt danach unter den 4 Vollweibern.
Tataaa
Willkommen in der Mitte40 Mädelsrunde.
Wo vor 10 Jahren noch schöne kunstvoll geschminkte Augen auf zierlichen Gesichtern die Speisekarte absuchten, sitzen nun vier altersbedingte blinde Hühner.
Eine absolut Kurzsichtige und drei Altersweitsichtige Federvieher.

Frage: Warum zum Geier gibt es in SATC diesen Alterungsprozess nicht? Dort sitzen 4 wunderschöne Frauen, nach der neuesten Mode gekleidet und penibel geschminkt ohne jegliches Hilfsseheisen auf der Nase.
Ok, altern darf man dann wohl nur im Real Life.

Ortswechsel:
Wir schreiben einen ganz normalen Samstag im schönen Frühlingsmonat März.
Die Sonne wärmt uns mit ihren ersten Strahlen, Schneeglöckchen und Krokusse sprießen vorsichtig aus der Erde und die Vögel zwitschern fröhlich und aufgeregt von den Bäumen.
Ebenso fröhlich wie das gefiederte Vieh, marschiere ich schön langsam den Berg zu unserem Continue Reading

Allgemein/Aktuelles Lifestyle Menschen

Here comes the Schweinehund

Ja hallo!
Mein tierfreundlicher Haushalt bekommt bald Verstärkung.
Neben einem Lieblings-Hund, einer alten Katze, einem kleinen fetten Hamster  und 5 eigensinnigen Hühnermädels, wird ab nächster Woche Mittwoch ein neues Familienmittglied erwartet.
Er wird auch

„Der gemeine Schweinehund“ genannt.

Einige Familienmittglieder sind schon in freudiger Erwartung und „hibbeln“ seiner Ankunft entgegen.
Ich persönlich stehe ihm sehr skeptisch gegenüber.
Weiter‘s wage ich auch jetzt schon zu behaupten, dass wir sehr großen Auseinandersetzungen haben werden.
Damit meine ich den Schweinehund und mich.

Nun aber  zurück zum Ausgangspunkt:
Wir schreiben einen eiskalten verschneiten Sonntag im Jänner 2017. Die gesamte Familie sitzt gut gelaunt rund um den Esstisch und lässt sich den Sonntagsbraten schmecken.
Zwischen dem „Gequake“ und dem „Geschmatze“ der anwesenden Personen  wird  die Frage, wann denn nun eigentlich die Fastenzeit und Ostern anfängt in den Raum geworfen.
Und da meine Jüngste in ein katholisches Oberstufengymnasium geht, kamen sowohl die Osterferientermine als auch die 40 Tage Fastenzeit wie aus der Pistole geschossen aus ihrem Munde.
Beim nächsten Kommentar blieb mir das gute saftige Stück Fleisch unter einem nicht gerade ladyliken Röcheln fast im Halse stecken.

„Wie wäre es mit einer Herausforderung? Wir beteiligen uns zum 1 Mal an der Fastenzeit?“ Continue Reading

Gedichte

Oh my God – I want spring

Nach 60 Tagen Eis und Schnee
Samt vielen Tassen heißen Tee
Liegt noch immer auf Feld und Flur
Des Winters kalte weiße Spur.

Ach Himmel Herrgott->bete ich
Und das schon 10 Mal wöchentlich
Warum willst du mich bestrafen?
Bist du etwa eingeschlafen?

Die Antwort donnert laut herab
Ach Tochter sieh-> dein Blick ist knapp
Ich schicke dir so viele Zeichen
Es läge gut, sie zu begreifen.

Des Frühlings Boten sind schon nah
Da wär, die ganze Vogelschar
Die fröhlich in der letzten Zeit
Dich pfeifend aus dem Bette schreit. Continue Reading

Allgemein/Aktuelles Lifestyle Menschen

Die perfekte Mutter

 

  • Davon bin ich mindestens genauso weit entfernt wie die wunderschöne Insel Hawaii zu meinem Heimatland Österreich.

Ergo, in meinen Augen gibt es sowieso keine perfekten Menschen. Das wiederum macht uns alle so Unterschiedlich und Besonders.

Zurück zum Ausgangspunkt meiner Gedanken.
Wir schreiben einen wunderschönen sonnigen Mittwoch Nachmittag in der KITA meines „Vertrauens“.
Die ersten Zweige wurden bereits abgeholt und meine Kollegin präsentierte uns stolz als frischgebackene Mama ihren 3 Monate alten Sohnemann.
Alle stehen begeistert um den kleinen Mann und bewundern ihn. Sowohl Kinder als auch wir Kolleginnen und ein paar Eltern.
„Drei“, sagt sie begeistert. „ Ich möchte mindestens noch weitere drei Kinder bekommen. Es ist alles so schön einfach. Und da wir einen Bauernhof haben, werden die Kinder auch bzgl. Lebensmittel keine größeren Kosten verursachen.“

Mit einem breiten Grinsen spult sich in meinem Kopf ein Realityfilm ab, in dem drei halbwüchsige junge Fräuleins täglich den Kühlschrank bis aufs nackte Echo plündern.

Als Pädagogin habe sie alles fest im Griff -> schwärmte sie weiter.
Ich muss sie dabei so belämmert angeguckt haben, dass sie mir die Sätze
„Ja, du mit deinen Drei, hast halt ab und zu den Anschluss verloren“ um die Ohren schnalzt.

Als ob mit der Situation abgesprochen, tütelt im Hintergrund der Song von Max Giesinger –Und wenn sie tanzt- leise durch den Raum.
Ich schweife ab.
In ein Leben, dass noch gar nicht so lange aus ist. So passend zu dem Text des Liedes. Continue Reading