Designerkinder

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Frage:
Haben sie Kinder?
Mehr als eines?
Kann ihr Schützling samt Kleidung auch mal schmutzig werden?
Darf der Nachwuchs so ziemlich alles essen?

Wenn sie jetzt eine dieser mageren vier Fragen mit „Ja“ beantworten können dann gratuliere ich ihnen zu der Mitgliedschaft im Club der OUT-Eltern.
Jawohl, sie haben es geschafft, dass sie zu einem erzieherischen Einzelstück mutieren.

Herzlich Willkommen in der U10 Abteilung einer x-beliebigen KITA.
Das Mittagessen ist gerade vorbei und schön langsam kehrt ein bisschen Ruhe in den turbulenten Alltag ein.
Die „Kleinsten“  absolvieren ihren wohlverdienten Mittagsschlaf und die Größeren haben sich in die Kuschelecke  zurückgezogen um zu Rasten.

Plötzlich zieht mich von hinten jemand an meinem Pullover. Als ich mich umdrehe, erkenne ich den 4-jährigen Damien, der mich schniefend und sehr traurig mit seinen dunkelbraunen Schokoaugen anguckt.
Du, Tante N. wann kommt den endlich meine Mama?“fragte er mich „heute ist doch Donnerstag. Da bekomme ich meine wöchentliche Entspannungsmassage“.
Im ersten Augenblick dachte ich „mein Schwein pfeift“.
Ich habe mich sicher verhört. Doch nach sofortiger Nachfrage, bestätigt mir der kleine Mann, dass er mit seiner Mama jeden Donnerstag in eine Massagepraxis fährt um dort seine wohlverdiente Entspannungsmassage über sich ergehen zu lassen. (mehr …)

Der Vorteil einer Burka

Burka

Es ist ein lauwarmer Abend im Juli.

Der Wandkalender zeigt in dicken schwarzen Lettern meinen Lieblingswochentag Samstag an. Die Uhr daneben lässt den Zeiger in langsamen „Tick-Tack“  Bewegungen auf die Zahl 18 zugehen.

Schon lange war ich nicht mehr fort.
Fort, im Sinne von einen Abend mit Freundinnen genießen.
Gut essen, trinken, feiern und einfach mal die Seele baumeln lassen.  Was  in jüngeren Jahren Gang und Gäbe war, wird mit 40+ zur Ausnahme oder besser gesagt -> eine Rarität.

Man zelebriert die Vorbereitungen auf diesen wundervollen Abend.
Vor 15 Jahren noch mit ca. 1 Stunde ab getan , benötigt nun eine halbe Ewigkeit.
Jaja und wenn ich Ewigkeit sage, dann meine ich es auch.

Nehmen wir mal die straffende Körperlotion.
Dieses fast schon heilige „sauteure“ Mittel braucht ca. 20 Minuten, bis es einwirkt und ihre volle positive Entfaltung zeigt.
Das heißt nun für den Klienten dieser Lotion:
Pudelnackig bei gekipptem Fenster (da sonst dieser Badezimmerdunst nicht abziehen kann) auf einem giftig apfelgrünen Badezimmerläufer in ausgestreckter fast leichenstarrer Position zu liegen, und mit einem bis zwei Gläschen Frizzante abzuwarten, bis dieses Wundermittel auch so richtig schön eingezogen ist.
Einzig erlaubt ist ein „Snapchat“  an diese oder jene seiner Freundinnen zu schicken, die im gleichen Dilemma liegen und sich gegenseitig in Vorfreude zuzuprosten. (mehr …)

Urlaubsreif

Urlaubsreif

Die letzte Woche fiel mir auf
Ich war so gar nicht lustig drauf
Der Körper müde, einfach schlapp
Die Kraftreserven werden knapp.
Der Nacken, angespannt und steif
Ich glaub, ich werde urlaubsreif.

Früh Morgens klingelt schrill der Wecker
Ich schreie, fluche, zieh den Stecker
Schleife  mich  zum  Bette raus
Verlasse blind mein Heimathaus.
Und während ich zur Arbeit „drive“
Werd‘ ich langsam urlaubsreif.

Kaum in der Arbeit angekommen
Da gucke ich noch sehr benommen
Die Räumlichkeiten unscharf an
ich brauche einen Überlebensplan
fühl‘ mich halbtot wie ne‘ Leich‘
Bin ganz und gar sehr urlaubsreif.
(mehr …)

Heimat

Heimat1

Anlässlich der  bei uns in Österreich bevorstehenden Bundespräsidentenwahlen,  grinsen einem auf gefühlten 10.000 Plakaten, die Köpfe der Anwärter schon von weiten entgegen.

Jeder der beiden Kandidaten wirbt auf seine ganz persönliche Weise. Doch ein Wort findet man auf den Plakaten und Werbungen sowohl bei dem einen, als auch bei dem anderen Anwärter.

Das Wort HEIMAT.

Und genau dieses eine kleine Wort, mit so viel Bedeutung für jeden von uns, lässt meine Gedanken kreisen.

Es ist Pfingstsonntag.
Draußen bläst ein starker Wind und lässt die grauen dunklen Wolken bedrohlich schnell über den Himmel ziehen. Der Regen plätschert lautstark mit schweren Tropfen auf das Hausdach. Die Baumwipfeln biegen sich in alle Richtungen und zeigen einem, wie ungemütlich das Pfingstwetter dieses Jahr ist.

Gemütlich in einer großen Flauschidecke eingewickelt, sitze ich in meinem rosa Plüschsessel vor dem großen Panoramafenster und sinniere vor mich hin. Heimat, was bedeutet Heimat für mich? (mehr …)

Fetti im Fitti

Fitness

…. Oder wenn Größe 40/42 ein Fitnessstudio betritt.

Ich mag keinen Sport.
Punkt!
Wenn es nach mir ginge, dann fällt meine tägliche Hunderunde schon unter den „Daily-Must-Have“ Leistungssport.
Gemütlich und gemächlich irre ich mit dem 11 jährigen Labrador-Fellknäudl durch Wald und Wiesen. Mal den Blick nach links und rechts geschwenkt und um Gottes Willen -> bloß keine Hektik dabei.

Ja, das mag ich. -> So nach dem Motto „Easy-Cheesy-Chillout“.
Alles andere ist einfach nur „Pipi“ für mich.

Gott, was habe ich mit meinen 40+ schon alles an sportlichen Bewegungsdrang ausprobiert. Immer nach dem neuesten „Schrei“.
Also, da hätten wir:

-Irre Verrenkungen mit den klingenden Namen „herabschauenden Hund“ oder Sonnengruß“ in den jeweiligen 15-Block Yogakursen

-Gezielten Pilatesdehnübungen die meine Knochen gefährlich knacken ließen

-Zumba-Kurse, die ich nur besuchte weil der Lehrer sowas von knackig appetitlich fesch mit WOW-Effekt war

-Walkingrunden, die mir aus zu vielen Lästermäulern bestanden

-Einen Squashkurs, den ich einfach nur öde und langweilig befand

-Thai Bo Boxen, das verdammt (ich wiederhole) verdammt anstrengend war und mir jede Freude an der Bewegung nahm

-Step Aerobic, das mich in der hintersten Reihe wie ein tanzender Kasperl wirken lies. Vorne traute ich mich nicht stehen, da waren die Streber, die einen gleich zusammenstauchten, wenn man aus dem Takt kam

-Schigymnastik, in der man von der ersten Minute bis zur letzten einfach nur noch sterben wollte.

-Und und und…..

Ihr seht.
Der Wille war immer da. Es fehlte einfach nur an dem für mich RICHTIGEN Sport mit dem dazugehörigen Durchhaltevermögen. Oder einfacher gesagt am nötigen „Biss“.
Und so verschwand der Sport aus meinem Leben, wie die berühmt berüchtigten Socken in der Waschmaschine. (mehr …)

Danke liebe Bloggerkollegen/innen

Herz

Heute möchte ich mich bei meinen Bloggerkollegen und Kolleginnen einmal ganz herzlich bedanken.
Aus welchem Grund, stellt sich nun der eine oder andere die Frage?!
Nun, das ist leicht erklärt:

Ich blogge ja nun schon mehr oder weniger seit dem biblischen Jahre 2006. Dadurch weiß ich auch, wenn man sich mal mehr auf sein Offline-Leben als auf sein Online-Leben konzentriert, ist man oft auch schnell vergessen.
Nun habe ich auch gerade eine Situation, die mich mehr im „Hier und Jetzt“ verweilen lässt.
Was ich persönlich sehr schade finde.
Nicht das „Offline-Sein“, sondern die Tatsache, dass ich für meinen geliebten Blog momentan einfach sehr wenig Zeit habe.

Da in meiner Arbeit momentan ein chronischer Personalmangel herrscht, und meine lieben „Schützlinge“ in der KITA auch weiterhin rundum gut betreut werden wollen/sollen, habe ich für kurze Zeit meine Stundenzahl erhöht.
Neben Familie, Haushalt, Garten und einem Hund, der auf seinen ausgedehnten Spaziergang besteht „schwitz“, bleibt mein Blog nun ein bissal auf der Strecke :(

Darum freue ich mich wie „Nachbars Lumpi“, wenn ich sehe, dass trotzdem der eine oder andere Kollege meinen Blog einen Besuch abstattet.
Einige Blogs lese ich wirklich unheimlich gerne. Es ist schon wie ein tägliches Ritual geworden.
Alleine, weil ich den Autor hinter den diversen Artikeln mit der Zeit ein bisschen kennen lernen durfte. Und da ich von Natur aus eine riesengroße Neugierdsnase bin, „wurmt“ es mich schon ein bisschen, so wenig Zeit dafür zu haben.

Mir persönlich macht die Schreiberei unheimlich viel Spaß. Es ist wie eine Entspannung zwischendurch. Abschalten vom Alltag. Und dies braucht jeder irgend wann einmal.

Darum: „Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder-> keine Frage“

(Momentan halt nur sporadisch)

 

 

Die Nachbarschaft ist erwacht

Nachbarschaft

Ich gebe es ja zu.
Der Winter hat sehr wohl auch seine Vorteile.
Diese dunklen, stillen, einsamen kalten Wintertage lassen ein ganzes Land ruhig und leise vor sich hin schlummern. Kein Laut lässt die dicke Schneedecke durch.
Es ist, als ob die Zeit still stehen würde. Natur und Menschen halten so eine Art Winterschlaf, um für die ersten warmen Sonnenstrahlen Kraft zu sammeln.

Nun wurde in den letzten Wochen Herr Winter endgültig zum Teufel gejagt.
Und eine alt bekannte „Spezie“ erwachte langsam aber sicher zum Leben.
Wer?
Die geliebte Nachbarschaft natürlich.
Am Wochenende konnte man schon die ersten Auswirkungen dieser pünktlich zu Ostern nachbarschaftlichen Auferstehung genießen.
Stolz wurden in einer Lautstärke von ca. 130 Dezibel sämtliche neuen Gartengeräte usw… vorgeführt.

Frei nach dem Motto “ Hallo, sehet her liebe Nachbarschaft, ich bin auch wieder da!“

Da hätten wir Herrn P. gerade gegenüber.
Eine max. 60 kg „Krispindel“(Hungerhaken).
Dieser besagte Herr P. entdeckte schon vor Jahren seine Liebe zu diversen Powerhochdruckreinigern. (mehr …)

Miss Flower Power

Frühlingsblumen

Als Kind der 70iger Jahre, (sozusagen ein Flower-Power Baby)  mache ich dieser Bezeichnung in jeder Hinsicht alle Ehre.
Nämlich dem Begriff FLOWER-Power.
Jawohl, ich bin ein Blumenmädchen. Ich liebe es, mich mit den verschiedensten blühenden Gewächsen zu umgeben.
Würde man meine Familie fragen, so könnte man die Aussagen hören, dass ich es mit dem blühenden Eldorado ein klein wenig übertreibe.
Ich nenne es einfach mal platt:

Ein „Hang“ zu den schönen Dingen des Lebens.

Ginge es nach mir, so hätten wir auf unseren 2000m2 einen riesigen englischen Garten, mit einem fröhlich plätschernden Bächlein und vielen duftenden Kräutern. *träum*

Halt aus, ich schweife ab.
Schließt alle einfach mal  kurz die Augen und stellt euch folgende Situation vor:

Die Sonne scheint mit ihren ersten frühlingshaften wärmenden Strahlen vom wolkenlosen blauen Himmel.
In Folge lässt das Gemüt den „Gute-Laune-Pegel“ nach oben schießen. Durch die neue stylische Sonnenbrille kann man beobachten, wie das braune winterliche Gras schön langsam eine satte grüne Farbe an nimmt.
Alles wächst im Turbogang, und wenn man seine Ohren spitzt, so kann man sogar das „ploppen“ der Blüten hören. (mehr …)